„Lass die Nahrung deine
Medizin sein und Medizin
deine Nahrung!“

Hippokrates

Über BARF

Die Ernährung ist das wichtigste Standbein einer guten Gesundheit und gerade bei jungen Tieren wichtig, denn hier wird der Grundstein für das gesamte Leben gesetzt.

Swanie Simon

Was ist BARF?

Die Abkürzung BARF bedeutet im englischen Bones And Raw Feed“ und wurde im deutschen Sprachraum mit Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ übersetzt.

BARF steht für eine individuell an die Bedürfnisse Ihres Tieres angepasste Ernährung. Hierbei handelt es sich um ein Fütterungskonzept, bei dem die Nahrung aus rohen und frischen Zutaten selbst zusammengestellt wird, um das gefütterte Tier mit allen Nährstoffen ausreichend zu versorgen und dadurch ausgewogen zu ernähren.

Da Hunde und Katzen Beutetierfresser und reine Karnivoren, also Fleischfresser sind, muss der tierische Anteil entsprechend hoch sein.

Hunde sind fakultative Karnivore und können bis zu einem gewissen Grad auch pflanzliche Komponenten verdauen.

Katzen sind obligate Karnivore, die so gut wie gar nicht in der Lage sind Kohlenhydrate zu verdauen, da bei ihnen die notwendigen Enzyme kaum aktiv sind.

Die Mengen der einzelnen Komponenten orientieren sich an der Zusammensetzung eines Beutetieres.

Das nachfolgend aufgeführte Diagramm zeigt, am Beispiel eines Kaninchens aus welchen Komponenten ein Beutetier besteht:

Die BARF Ration besteht beim Hund zu 80 % aus tierischem Anteil und 20 % aus pflanzlichen Bestandteilen, mit dem Ziel die Nahrung des Wolfes möglichst naturnah nachzuahmen.

Bei der Katze besteht die Ration aus 95 – 98 % tierischem Anteil und < 5 % pflanzlichen Komponenten.

Neben Muskelfleisch mit einem Fettanteil von 15 – 20 %, Pansen und/oder Blättermagen (beim Hund), Innereien (Leber, Niere, Milz, Herz und Lunge) und rohen, fleischigen Knochen (RFK) kommen auch Obst und Gemüse in den Napf. Ergänzt wird die BARF-Mahlzeit ggf. durch weitere Zutaten wie frische Eier, hochwertige Omega-3 Öle (See-Fischöl, Leinöl), Seealgenmehl für die Jodversorgung, Kräuter, Nüsse / Samen, Bierhefe und Lebertran. Auch Milchprodukte können hinzugefügt werden, sollten jedoch einen Anteil von 5 % der tierischen Komponenten nicht übersteigen.

Vorteile des BARFens

Bei dieser Art der Fütterung bestimmen Sie was Ihr Tier zu fressen bekommt. Es wird komplett auf chemische Zusatzstoffe sowie Geschmacksverstärker, Farb- oder Füllstoffe, Zucker, Aromen oder minderwertige Zutaten verzichtet. Dies ist besonders für Tiere mit Unverträglichkeiten oder Allergien sehr vorteilhaft. Zudem kann beim BARFen gezielt auf Krankheiten und Belastungen eingegangen werden, um diese zu verbessern oder ggf. sogar zu heilen.

Wenn man die wenigen aber wichtigen Grundlagen beherzigt und gewisse Dinge beachtet, ist BARFen einfach und leicht umzusetzen.

Artgerechte Ernährung ist die Grundlage für ein gesundes und langes Leben.

Ihr Tier wird es Ihnen mit mehr Vitalität und Ausgeglichenheit danken.

Weitere Vorteile des BARFens

  • Höhere Lebenserwartung
  • Ein stärkeres Immunsystem
  • Weniger Körpergeruch
  • Verbesserte Fellqualität
  • Geringeres Kotvolumen
  • Bessere Muskulatur, Bänder und Sehnen
  • Weniger Wachstumsprobleme
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